Augsburger Allgemeine | Gersthofen
Sie ist ein Star zum Anfassen
Originaltext: www.augsburger-allgemeine.de
Nach der Geburt ihres Sohnes ist Claudia Koreck ist wieder auf der Bühne - ganz echt. Das gehört bei ihr zum Konzept.
Eine starke Stimme, eine Gitarre und authentische bayerische Texte – mehr braucht es nicht, damit Claudia Koreck auf der Bühne gut ankommt.
Zwei Jahre brauchte es, bis es wieder gehörig menschelt: Claudia Koreck, die oberbayerische Mundart-Bewahrerin, ist mit neuen „Liadln“ zurück – nach Hochzeit, Geburt ihres Sohnes und bekannten Schwangerschaftsbegleiterscheinungen. Bei ihr seien es vor allem die Essattacken gewesen, gesteht die blonde Sympathieträgerin nach ein paar Liedern in der voll besetzten Gersthofener Stadthalle und stellt bei dieser Gelegenheit gleich ihren Angetrauten, Keyboarder und Produzent Gunnar Graewert, vor („der duat no gerner essen wia I“)
Die Songs vom neuen Album „Menschsein“ wirken mehr denn je wie ein vertontes Tagebuch. Einmal singt die 25-Jährige aus Traunstein vom Blick in die blauen Kinderaugen ihres Sohnes Timmi („Erster Augenblick“), sinniert im Lied „Erwachsen“ auf Bairisch über den Lauf des Lebens und erzählt Brotzeitg’schichten von nachts um drei in der heimischen Küche („Hunger“). Nur selten wechselt Claudia Koreck ins Englische, etwa im Song „Beautiful“, den sie mit einem Surfer auf Hawaii geschrieben hat. Ihre Stimme aber macht jeder amerikanischen Soulsängerin Konkurrenz.
Das Menschsein ist Konzept
Alle Lieder übermitteln dieselbe harmonische wie Erfolg bringende Botschaft: Die Claudi, wie sie ihre Fans gern nennen, ist ein Star zum Anfassen, ein Energiebündel ohne Allüren, ohne Scheu – einfach ganz a Nette. Das „Menschsein“ ist Konzept und doch echt: „So schee“, jauchzt die Sängerin ehrlich erfreut, wenn die Stadthalle bei ihrem bisher größten Hit „Fliang“ leidenschaftlich mitsingt, schenkt dem Publikum nach jedem Applaus ein strahlendes Lächeln. Gerade darin liegt Claudia Korecks einfaches Geheimnis: Sie ist wie sie ist, aufrichtig, offen und voller Gefühl. (sari)





